Was passiert ab Juni am St.-Guido-Stifts-Platz?
Versiegelte Flächen geben keinen Platz für Pflanzen, speichern keinen Regen und heizen die Umgebung auf. Im Juni 2026 beginnt die Stadt Speyer, einen Teil dieser Versiegelung am St.-Guido-Stifts-Platz rückgängig zu machen. Im westlichen Teilbereich startet die Entsiegelung als Teil einer ökologischen Aufwertung. Aufenthaltsqualität und stadtökologische Funktion sollen langfristig steigen.
Was bedeutet Entsiegelung?
Entsiegelung heißt, dass eine versiegelte Fläche aufgebrochen und in eine durchlässige Fläche umgewandelt wird. Asphalt oder Beton werden entfernt, an ihrer Stelle entstehen Grünflächen, Versickerungsbereiche oder spezielle Pflasterungen, die Regenwasser durchlassen.
Das Ziel ist ökologisch und stadtklimatisch begründet. Boden kann atmen, Wasser kann versickern, Pflanzen können wachsen. In Zeiten von Starkregen und Hitzephasen ist das ein wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung. Städte werden weniger anfällig für Überflutungen und kühlen besser ab.
Wo liegt der St.-Guido-Stifts-Platz?
Der Platz liegt im Bereich der historischen Altstadt von Speyer, in der Nähe des ehemaligen Stifts St. Guido. Diese mittelalterliche Stiftskirche prägte den Stadtbereich jahrhundertelang. Der Platz selbst hat sich über die Jahre zum stadträumlichen Knotenpunkt entwickelt.
Heute ist der Platz ein wichtiger Aufenthaltsbereich in der Altstadt. Bäume, Bänke und Wege bilden den Charakter. Mit der Entsiegelung soll dieser Charakter ökologisch gestärkt werden.
Was passiert konkret?
Im westlichen Teilbereich werden versiegelte Flächen aufgebrochen. Statt Asphalt oder klassischem Pflaster entstehen wasserdurchlässige Beläge, kleine Vegetationsflächen oder Versickerungszonen. Auch die Aufenthaltsqualität wird mitgedacht, mit Sitzgelegenheiten und neuer Bepflanzung.
Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten musste eine Kampfmittelsondierung durchgeführt werden. Das gehört zu Maßnahmen im historischen Stadtgebiet meist dazu. Im März 2026 konnte ein Verdachtspunkt entwarnt werden. Die Arbeiten können damit planmäßig starten.
Wie passt das zur Welterbestadt Speyer?
Speyer hat als UNESCO-Welterbestadt eine besondere Verantwortung für ihr Stadtbild. Entsiegelung passt dazu, weil sie historisch-ökologische Funktionen wiederherstellt. Mittelalterliche Städte hatten viel mehr durchlässige Flächen als heutige. Pflasterungen mit Sand- oder Erdfugen waren Standard, nicht Asphalt.
Die Maßnahme am St.-Guido-Stifts-Platz ist Teil eines größeren Strebens, versiegelte Flächen in der Innenstadt zurückzubauen. Klimaanpassung und Welterbe-Charakter ergänzen sich gut. Wer aufmerksam durch Speyer geht, wird im Laufe der nächsten Jahre weitere solcher Maßnahmen erkennen.
Welche Vorteile hat die Aufwertung?
Bürgerinnen und Bürger profitieren mehrfach. An heißen Sommertagen wird der Platz kühler, weil entsiegelte Flächen weniger Hitze speichern. Bei Starkregen versickert mehr Wasser, statt sofort in die Kanalisation zu rauschen. Neue Pflanzen verbessern die Luftqualität.
Auch die Aufenthaltsqualität steigt. Wer im Schatten neuer Bäume sitzt, hält sich länger und gerne dort auf. Cafés und Geschäfte am Platz profitieren von der erhöhten Frequenz. Das schafft positive Effekte für die Wirtschaft der Innenstadt.
Häufige Fragen zur Entsiegelung am St.-Guido-Stifts-Platz
Wann beginnen die Arbeiten?
Mitte Juni 2026 starten die Entsiegelungsarbeiten am westlichen Teilbereich des St.-Guido-Stifts-Platzes.
Was bedeutet Entsiegelung konkret?
Versiegelte Flächen wie Asphalt oder klassisches Pflaster werden aufgebrochen und durch wasserdurchlässige Beläge, Vegetation oder Versickerungszonen ersetzt.
Welche Vorteile bringt das?
Kühlere Sommertage, bessere Versickerung bei Starkregen, höhere Aufenthaltsqualität und positive Effekte für Wirtschaft und Klima in der Innenstadt.
Warum musste eine Kampfmittelsondierung stattfinden?
In historischen Stadtgebieten gehören Kampfmittelsondierungen meist zum Standardprozedere. Ein Verdachtspunkt wurde im März 2026 entwarnt, die Arbeiten können planmäßig beginnen.
Quellen: Pressemitteilung der Stadt Speyer vom 5. Juni 2026.
Foto: Dmitry Roshchupkin, Pexels (kostenlos nutzbar)
